Notaufnahme mit neuem Leiter

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Chefarzt Dr. Nils Raab (li.) mit seinem neuen Kollegen, Dr. Stephan Altmayer

Seit Mitte August ist Dr. Stephan Altmayer (53) neuer Ärztlicher Leiter des Notaufnahmezentrums in Ludwigslust. Mit dieser neu geschaffenen Stelle erfolgt nun die Organisation der Notaufnahme aus einer Hand.
Der gebürtige Braunschweiger hat an der Medizinischen Hochschule Hannover studiert und promoviert. Seine ärztliche Weiterbildung hat Dr. Altmayer in Hannover begonnen, in Hamburg fortgesetzt und in Lübeck beendet. Als Facharzt für Anästhesie mit den Zusatz-Weiterbildungen Notfallmedizin, spezielle anästhesiologische Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie bringt Dr. Altmayer eine langjährige Berufserfahrung mit: Nach elf Jahren an der Uniklinik Lübeck war er zuletzt neun Jahre als leitender Oberarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Asklepios Klink Parchim tätig und war dort auch als Notarzt aktiv.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern festgelegt. Nur die Kliniken, die sich an diesen Beschluss halten und die geforderten Strukturen vorhalten, werden nach einer Übergangszeit an der Notfallversorgung beteiligt sein. „Aus diesem Grund brauchen wir in dieser  Position einen Ärztlichen Leiter der Zentralen Notaufnahme. Wir streben in Ludwigslust die Stufe 2, also die erweiterte Notfallversorgung, an“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin in Ludwigslust, Dr. Nils Raab.

In einer Notaufnahme ist es oberstes Ziel, nach einer Triage der Patienten, (Einstufung der akuten Erkrankung nach Dringlichkeit) für eine möglichst schnel-le, kompetente und fachübergreifende Diagnostik und Erstbehandlung zu sorgen. Danach werden die Patienten in die jeweiligen Fachabteilungen des Hauses weitergeleitet oder ambulant versorgt wieder nach Hause entlassen.

„Die Anforderungen für Notaufnahmen haben sich im Laufe der Jahre gewandelt. Aus diesem Grund planen wir einen kompletten Um- und Ausbau des ganzen Bereichs der Notaufnahme und des angrenzenden Intensivbereichs, der unter der Leitung des Chefarztes der Anästhesie und Intensivmedizin, Dr.   Christian Müller-Grotrian, neu strukturiert wird“, berichtet Dr. Altmayer. „In der Notaufnahme wird es eine zusätzliche Beobachtungsstation bzw. Rettungsstelle mit mehreren Plätzen geben. Dort sollen lebensbedrohte Notfallpatienten erstversorgt, überwacht und stabilisiert werden, bis der weitere Behandlungsweg medizinisch und organisatorisch geklärt ist. Die Planungsphase beginnt im September.“

Dr. med. Stephan Altmayer ist Vater von drei Kindern. Wenn Familie und Arbeit es zeitlich erlauben, geht er am liebsten segeln, fährt mit dem Mountainbike oder schlüpft in den ölverschmierten Overall und restauriert in der heimischen Garage seine Motorrad-Oldtimer.

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